Neuer Schneerekord in Samedan und Santa Maria! (17. November 2019)

Neuer Schneerekord in Samedan und Santa Maria!

18:06 Stefan Scherrer

Tiefdruckgebiet Ingmar sorgte an diesem Wochenende zwischen dem Südwallis und dem Münstertal für eine ordentliche Portion Neuschnee. Dabei wurde in Samedan sowie in Santa Maria ein neuer Schneerekord für den Monat November aufgestellt. Aber auch sonst liegt vor allem am Alpenhauptkamm und am Alpensüdhang überdurchschnittlich viel Schnee für die Jahreszeit.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, schaufelte Tiefdruckgebiet Ingmar in der vergangenen Nacht sowie heute Sonntag viel Feuchtigkeit zu den Alpen. Davon war insbesondere das Mattertal, die Simplonregion, das Goms, die Gotthardregion, weite Teile von Graubünden sowie das Tessin betroffen (siehe Hitliste). Folglich wuchs die Schneedecke in diesen Regionen rasant an, wodurch in Samedan (Oberengadin) sowie in Santa Maria (Münstertal) ein neuer Novemberrekord aufgestellt wurde. Noch nie lag an diesen Stationen in einem November soviel Schnee wie heute. In Samedan waren es 77 Zentimeter, in Santa Maria 71 Zentimeter. Da es heute dort praktisch pausenlos weiter schneite, und auch in der kommenden Nacht zwischen dem Simplon, dem Nordtessin sowie Südbünden noch einmal 5 bis lokal 20 Zentimeter Neuschnee dazu kommen, dürfte dieser Rekord bei der neuen Messung morgen früh bereits wieder überboten werden.

Auch in den angrenzenden Gebieten, wie zum Beispiel im Berner Oberland, kam einiges an Niederschlag zusammen. In Kombination mit der Niederschlagsabkühlung reichte es dabei für Schnee bis in die Täler. Ebenfalls im Oberwallis sowie im Churer Rheintal schneite es vorübergehend bis ganz hinunter, währenddem die Schneefallgrenze im Mittelland meistens in einem Bereich zwischen 500 und 800 Meter lag.

Als Folge der starken Schneefälle kam es teilweise zu Verkehrsbehinderungen. Beispielsweise musste die Strasse zum Ferienort Saas Fee gesperrt werden, da die Lawinengefahr drastisch anstieg. Laut dem SLF herrscht im Alpenraum aktuell verbreitet die Warnstufe 3 von 5. In Teilen vom Wallis, dem Nordtessin sowie Südbünden ist die Lawinengefahr sogar gross (Stufe 4 von 5). Anhand der angefügten Karte ist ersichtlich, dass im Alpenraum aktuell bereits sehr viel Schnee liegt. Abgesehen von der Lawinengefahr dürfte also den Skigebieten für einen pünktlichen Start in die Wintersaison nichts mehr im Wege stehen.

Gesamtschneehöhe, 17. November, 16:00 Uhr

Gesamtschneehöhe, 17. November, 16:00 Uhr


Tief Ingmar verlagert sich morgen mit seinem Zentrum nach Norddeutschland und Dänemark, sein Einfluss auf unser Wetter lässt in der Folge nach und das Wetter beruhigt sich vorübergehend. Über dem Mittelmeer steht aber bereits ein nächstes Tiefdruckgebiet in den Startlöchern, welches dann am Dienstag erneut vor allem dem Süden grössere Niederschlagsmengen bringen wird.

Anbei eine umfangreiche Hitliste zu den Niederschlagsmengen seit heute um Mitternacht:

Niederschlagsmenge (Stand 17:40)

Berücksichtigte Zeitspanne der Hitliste (Schweiz, Liechtenstein) vom 17. November 2019, 00:00 bis um 17:40 (Dauer 17h 40min)
Messstationen Niederschlagsmenge (in mm)
Corvatsch 51
Robiei 36
Cevio 35
Bosco/Gurin 35
Münstertal 35
Mosogno 33
Cimetta 33
Locarno-Monti 32
Brienz 31
Bivio 31
Brig 31
Susch 30
Locarno-Magadino 30
Bergün 29
Gütsch 29
Guttannen 29
Binn 29
Coldrerio 29
Grono 29
Torricella - Crana 29
Monte Generoso 27
Lugano 27
Ulrichen 27
Grimsel 27
Davos 27
Stabio 26
Zervreila 26
Biasca 25
Andermatt 25
Bellinzona 25
Göschenen 24
Bernin - Curtinatsch 24
Brig-Termen 24
Vals 24
Weissfluhjoch/Davos 24
Comprovasco 23
Sils im Bergell 23
Meiringen 23

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