Mildere Luft im Anmarsch (17. Oktober 2020)

Mildere Luft im Anmarsch

11:00 Klaus Marquardt

In den vergangenen Tagen und auch an diesem Wochenende lassen die Temperaturen doch noch einige Wünsche offen, von goldenem und mildem Oktoberwetter fehlt bislang jede Spur. Das wird sich aber in der kommenden Woche ändern!

An diesem Wochenende liegt die Schweiz zwar im Einflussbereich eines Hochausläufers, allerdings ist die Luft vor allem in den unteren Atmosphärenschichten noch relativ feucht. Über dem Atlantik dreht sich allerdings der Wolkenwirbel eines Tiefs, und dieses wird sich in den kommenden Tagen weiter verstärken und ausdehnen. Eingelagert in diese Tiefdruckzone entwickelt sich bis Dienstag ein Sturmtief, welches dann vor allem Irland und Grossbritannien tangieren wird. Die Schweiz gelangt auf die Vorderseite dieses Systems, über den Alpen stellt sich in der Folge eine föhnige Südwestströmung ein – mit ihr erreicht uns ein Schwall markant milderer Luft! Aus heutiger Sicht stellt sich der Wetterablauf in den nächsten Tagen wie folgt dar:

Morgen Sonntag liegen im Norden nach wie vor viele hochnebelartige Wolken, die Sonne zeigt sich nur zwischendurch. Die Temperaturen orientieren sich weiterhin an der 10-Grad-Marke. Oberhalb von rund 2000 Metern ist der Himmel dagegen meist blau, auch im Wallis, im Tessin und im Engadin scheint die Sonne.

Am Montag liegen im Flachland noch ein paar Nebel- oder tiefe Hochnebelfelder, die sich aber im Laufe des Tages lichten. Sonst ist es abgesehen von ein paar dünnen hohen Wolkenschleiern sonnig. Die Temperaturen steigen leicht an und erreichen am Nachmittag 12 bis 14 Grad, in der Höhe wird es dagegen deutlich milder – die Nullgradgrenze steigt auf über 3000 Meter.

Am Dienstag gibt es im Flachland zunächst wieder etwas Nebel, sonst ist es freundlich mit einer Mischung aus Sonne und hohen Wolkenfeldern. Vor allem in den Bergen steigen die Temperaturen weiter an, die Nullgradgrenze klettert auf über 3500 Meter. In den Föhntälern kommt zunehmend Südföhn auf, er verstärkt sich bis zum Abend mehr und mehr. Mit seiner Unterstützung sind in den Föhnstrichen bereits um die 20 Grad möglich.

Der Mittwoch bringt ein föhnige Mischung aus Sonne und ausgedehnter hoher und mittelhoher Bewölkung, es zeigen sich die typischen wellen- und linsenförmigen Strukturen am Himmel. In den Föhntälern werden Höchsttemperaturen um 23 Grad erreicht, aber auch ohne Föhn besteht Potential für sehr angenehme Werte. Mit etwas Südwestwind sind nämlich auch im Mittelland und in der Nordwestschweiz 18 bis 20 Grad möglich, ohne diesen Wind wird es allerdings nicht ganz so mild. Im Süden ist es bewölkt und es regnet ab und zu.

Am Donnerstag bläst in den Alpen nach wie vor der Föhn, seinen Höhepunkt hat er aber wohl bereits überschritten. Im Westen und Nordwesten streift uns eine erste Störung, sie bringt hier mitunter erste Tropfen. Es bleibt mild, in den Föhntälern wird noch einmal die 20-Grad-Marke geknackt. Im Süden bleibt der Himmel wolkenverhangen.

Im Laufe des Freitags breitet sich von Westen her Regen aus, nach letzten Zuckungen bricht der Föhn auch ganz im Osten zusammen. Im Süden regnet es häufig. Die Wetterentwicklung ist dynamisch, an diesem Ablauf kann sich durchaus noch etwas ändern. In jedem Fall aber wird es in der kommenden Woche deutlich milder!

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