Hurrikan Nicholas (14. September 2021)

Hurrikan Nicholas

10:35 Klaus Marquardt

Aktuell bedrohen zwei tropische Wirbelstürme grosse Metropolregionen. Vor Shanghai liegt der ehemalige Supertaifun Chanthu, inzwischen hat er sich zum Tropensturm abgeschwächt. Die umgekehrte Entwicklung gab es im Golf von Mexiko, hier verstärkte sich Nicholas zum Hurrikan. Er zieht nun mit Houston auf die 4. grösste Stadt der USA zu.

Vor zwei Tagen bildete sich im Golf von Mexiko Tropensturm Nicholas, es ist dies der 14. Sturm mit Namen in der Atlantischen Hurrikansaison 2021. Nicholas zog in weiterer Folge fast parallel zur Küste von Mexiko und Texas nordwärts, heute Morgen wurde er schliesslich zu einem Hurrikan heraufgestuft. Vor kurzem traf Nicholas nun im Bereich der Matagorda Bay mit mittleren Windgeschwindigkeiten um 120 km/h auf die Küste von Texas.

Bezeichnung

Hurrikan Nicholas, Quelle: NOAA



Er bewegt sich langsam in nordöstlicher Richtung landeinwärts auf die Metropolregion Houston zu, in diesem Grossraum leben rund 7 Millionen Menschen. Der Sturm schwächt sich im Zuge dessen zwar stetig ab, durch die langsame Verlagerung wird er aber trotzdem seine Spuren hinterlassen. Im Vordergrund stehen aktuell im flachen und tiefliegenden Küstenbereich neben dem Wind vor allem die dadurch verursachte Sturmflut. Dazu kommen enorme Regenmengen zwischen 200 und 400 mm, im Extremfall sind es sogar bis zu 500 mm! Auch eingelagerte Tornados sind zur Zeit möglich. Morgen Mittwoch verlagert sich Nicholas ostwärts nach Louisiana. Er schwächt sich dabei zwar zu einem Tief ab, sorgt aber weiterhin für starke Niederschläge.

Hurrikansaison 2021, kurzer Rück- und Ausblick

Die Atlantische Hurrikansaison 2021 befindet sich aktuell auf ihrem Höhepunkt. Bis jetzt entwickelten sich 14 Stürme, welche durch ihre Stärke einen Namen erhielten. Darunter waren 8 Tropenstürme und 6 Hurrikans. 3 wurden zu starken Hurrikans, das bedeutet Kategorie 3 und höher. Es waren dies Grace, Ida und Larry. Letzterer dreht aktuell noch als Tief bei Island seine Kreise und füllt sich mehr und mehr auf.

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter? Zur Zeit gibt es über dem Atlantik zwei unter Beobachtung stehende Tiefdrucksysteme. Das eine liegt westlich der Caicos-Inseln und etwas nördlich der Dominikanischen Republik. Das andere ist ein ziemlich heisser Kandidat und befindet sich noch auf der anderen Seite des Atlantiks vor der Westküste Afrikas (zwischen dem Senegal und den Kapverdischen Inseln).


Bezeichnung

Nach den aktuellen Berechnungen wird sich dieses Tief ganz klassisch westwärts auf den offenen Atlantik verlagern und im Zuge dessen mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu einem Tropensturm werden. Die weitere Zugbahn und Entwicklung ist aber noch recht unsicher, die Schwankungsbreite zwischen den Modellen ist gross. Die nächsten beiden Namen auf der Liste sind jedenfalls Odette und Peter.

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